Nach seiner Pilgerfahrt ins Heilige Land im Jahr 1138 fasste der Olmützer Bischof Heinrich Zdik den Plan, in Prag mit Unterstützung von den Prager Bischöfen und den tschechischen Herrschern Soběslav II. und Vladislav II. ein Kloster der Regularkanoniker zu gründen. Und so entstand das Prämonstratenserkloster, das eine markante Spur in der tschechischen Geschichte hinterließ.
Wenn sie das Areal des Klosters durch das Haupttor aus Pohořelec betreten, sehen die Besucher zu ihrer linken Hand die St.-Rochus-Kirche, die heutzutage als Ausstellungsraum benutzt wird. Gegenüber dem Haupttor befindet sich der Eingang in die Basilika Mariä Himmelfahrt, wo die Reliquien vom Heiligen Norbert, dem Ordensgründer, aufbewahrt werden.
Gleich neben dem Eingang in die Basilika befindet sich der Eingang zur Ausstellung der historischen Klosterbibliothek, die zweitälteste kirchliche Bibliothek in Böhmen. Die Bibliothek beherbergt 280 000 Bände, davon 3000 Manuskripten und 1500 Erstdrücke. Das älteste Manuskript ist das Strahover Evangeliar, das zum Jahr 860 datiert wird.
Ein Teil der Besichtigung ist auch die Eingangsausstellung, das Kuriositätenkabinett, der Philosophische und Theologische Saal, und der Flur mit medizinischer und juristischer Literatur, auf dessen Ende eine Kopie des Strahover Evangeliars und eine einzigartige "elektrische Maschine" aus dem 18. Jahrhundert zu sehen sind.
Der Strahover Kloster ist wirklich eine Schatztruhe der Kunst und des Wissens, die auf einem relativ kleinen Raum unbezahlbare Schätze aufbewahrt.
AKTUELL: es wurden bereits 70 % von der durchgreifenden Renovierung des Philosophischen Saals beendet. Seine feierliche Wiedereröffnung wird am 9.12.2010 stattfinden. Der Saal wird wieder in seiner ganzen ursprünglichen Pracht zu bewundern.
An demselben Tag findet in den romanischen Sälen eine feierliche Eröffnung einer sehr interessant erfassten Dauerausstellung über die Geschichte des Strahover Klosters und dem Orden der Prämonstratenser statt.
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