Der ehemalige Bau, von dem man dank Ausgrabungen die ursprünglichen Fundamentenreste entdeckt hat, wurde im romanischen Baustil erbaut und existierte bereits im 2. Jahrhundert. Vermutlich handelt es sich hier um die älteste Synagoge in Prag. An ihrer Stelle, die im 14. Jahrhundert Pinkas gehörte, hat im Jahre 1535 Zalman Horovsky, genannt Munka ein Gebäude im spätgotischen Stil gebaut, wie davon auch eine hebräische Gedenktafel zeugt. Im Jahre 1625 hat es Juda Goldschmid de Herz im Spätrenaissancebaustil umgebaut und um die Frauengalerie, eine Vorhalle und einen Sitzungssaal erweitert. Diese Synagoge gehörte vor dem zweiten Weltkrieg neben der Altneusynagoge zu den berühmtesten in Prag.
Die Vermutung, dass an ihrer Stelle wohl die älteste Synagoge Prager Juden stand, führte zur Idee, gerade hier nach der schrecklichen Katastrophe in den Jahren 1939 – 1945 eine Gedenkstätte zu errichten, die für immer an die Verbrechen des Faschismus erinnert und das Andenken seiner Opfer ehren würde. In den Jahren 1950 – 1958 wurde hier die „Gedenkstätte der 77 297“ Opfer der nazistischen Verfolgung errichtet. Ihre Namen sind an alle Wände des Hauptschiffs und der anliegenden Räume geschrieben. Sie wurden den Transportordnern entnommen, die erhalten geblieben sind. An der Wand, wo die Tora-Rolle aufbewahrt wurde, sind die Namen der nazistischen Konzentrationslager geschrieben.
ÖFFNUNGSZEITEN
Winterzeit 9.00 – 16.30
Sommerzeit 9.00 – 18.00
Die Ausstellungen sind täglich geöffnet außer samstags und an jüdischen Feiertagen.
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