Außer einigen anderen Synagogen der Prager Judenstadt ist auch die Maiselsynagoge erhalten.
Der ehemalige Bau aus dem Jahre 1590 – 1592 war dreischiffig und durch zwanzig Säulen geteilt. Zum Hauptschiff, das nur für Männer zugänglich war, wurden später für Frauen bestimmte Nebenschiffe zugebaut. In den Jahren 1893 – 1905 wurde die Synagoge vom Architekten Alfred Grotte im neugotischen Stil umgebaut. Vor dem zweiten Weltkrieg haben hier Gottesdienste im reformierten Ritual stattgefunden, und es wurde auch die Orgel installiert.
Während der Okkupation haben die Nazis die Synagoge in ein Möbellager umgewandelt, in dem das beschlagnahmte Inventar aus Wohnungen deportierter Juden gesammelt wurde. Heute dient das Interieur der Maiselsynagoge für die Ausstellung einer unikalen Sammlung von silbernen und anderen aus Metall hergestellten Gegenständen. Es handelt sich vor allem um Rituelle- und Kultgegenstände, die in 153 jüdischen Gemeinden und hunderten von jüdischen Haushalten Gottesdientszwecken dienten. Die Ausstellung in der Maiselsynagoge unter der Bezeichnung „Silber der böhmischen Synagogen“ macht den Besucher vor allem mit der Meisterschaft des Silberschmiedehandwerks in böhmischen Ländern aber auch mit der Arbeit der Augsburger, Nürnberger und Wiener Meister bekannt.
ÖFFNUNGSZEITEN
Winterzeit 9.00 – 16.30
Sommerzeit 9.00 – 18.00
Die Ausstellungen sind täglich geöffnet außer samstags und an jüdischen Feiertagen.
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